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Im Herbst letzten Jahres habe ich mir ein
Paerchen Rotkehlanolis zugelegt, die ich anfangs in einer notduerftigen
Behausung untergebracht habe. Die Tiere bezogen ein umgebautes Aquarium,
in dem die Seitenscheibe durch eine kleinere ersetzt und die freien Stellen
mit einem Netz ueberzogen wurde. Die Oberseite wurde ebenfalls mit einem
Netz ausbruchsicher verschlossen. Der Behaelter hatte die Maße 60x30x30,
wurde mit einem Lampenkasten fuer Aquarien abgedeckt und mit einer Leuchtstoffroehre
beleuchtet. Obwohl in dem Behaelter nach Literaturangaben hoechstens Platz
fuer ein Einzeltier war, schien die Notbehausung durchaus ausreichend für
die beiden zu sein. Beheizt wurde dieses Terrarium mit zwei Heizkabeln,
die ich unter dem Bodengrund verlegte, und einem Strahler,der auf einen
Stein gerichtet war und somit für eine lokale Erwaermung sorgte. Die
Temperatur betrug tagsueber 26-30°C und sank nachts auf ca. 20°C
ab. Die Einrichtung bestand aus einigen Kletteraesten, Kunststoffpflanzen,
einem langen Stengel einer Efeutute und drei kleinen Topfpflanzen. Als
Bodengrund waehlte ich fertige Terrarienerde, die ich gleichmaessig verteilte
und leicht andrueckte.
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Anfangs verweigerten meine Anolis jegliche
Futteraufnahme,so dass sie stark abmagerten und mir nichts anderes als
eine Zwangsfuetterung uebrig blieb. Nach einigen Wochen war der Bann gebrochen
und die Tiere nahmen erstmals die Angebotenen Heimchen an, worauf ich die
zwanghafte Ernaehrung bendete.Von da an frassen meine Pfleglinge die Futtertiere
bereitwillig und ich war ueberrascht, welche Mengen sie zu sich nahmen
und wie schnell sir wieder zu ihrem alten Zustand zurueckfanden. Als Moeglichkeit
zur Wasseraufnahme stellte ich ihnen ein kleines Wasserbecken zur Verfügung,
das ich aber bald wieder entfernte, weil die Tiere nur Spruehwasser von
den Scheiben und Blaettern ableckten. Ausserdem ertranken staendig Heimchen
darin, so dass auch der hygienische Aspekt für die Entfernung des
Beckens sprach.
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Anfang Februar bezogen meine Rotkehlanolis
ein richtiges Terrarium mit den gleichen Maßen, das mit den selben
technischen Hilfsmitteln betrieben wird. Lediglich die Innenausstattung
weicht etwas von der Urspruenglichen ab. Der Behaelter wurde mit zwei groesseren,
ungeschaelten Aststuecken ausgestattet, die sowohl Klettermoeglichkeiten
als auch Versteckplaetze bieten. Die Bepflanzung wurde mit einer kuenstlichen
Efeuranke und einem kleinen Zimmerefeu sowie Moos und weiteren Steinen
ergaenzt. Die Rotkehlanolis haben sofort nach dem Einsetzen ein Revier
besetzt und dies durch heftiges Kopfnicken mit aufgeblasenem Kehlsack zur
Schau gestellt. Ernaehrt werden die beiden mit Heimchen, die ich mit Obststuecken
füttere und vor dem Verfuettern mit einem Vitaminpraeparat bepudere.
Die Luftfeuchtigkeit wird durch tagliches Spruehen mit einem Wasserzrstaeuber
aufrecht erhalten, wobei die Tiere gleichzeitge das Spritz- und Kondenswasser
aufnehmen koennen.
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Da ich die Absicht habe, im Fruehjahr zu zuechten,
fuehre ich zur Zeit die Winterruhe durch, indem ich die Fuetterung fast
eingestellt, die Heizung und den Strahler abgeschaltet und die Beleuchtung
auf 10 Std verkuerzt habe. Die Temperaturen betragen tagsueber 18-20°C
und sinkt nachts auf ca.15°C ab.
Wenn sie noch Fragen zu diesem Haltungsbericht
haben, schicken sie diese bitte an den Verfasser: drecksaubeder@yahoo.de
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